Das Klavier gehört zu den wohl schönsten und auch bekanntesten Tasteninstrumenten. Das Klavier kann als Begleitung für Solosänger, vom Pianisten als Soloinstrument oder vom Repetitor oder dem Korrepetitor im Orchester gespielt werden, die Variationsmöglichkeiten sind groß. Die meisten Berufsmusiker können, neben anderen Instrumenten, meist auch Klavier spielen. Das Klavier bietet alle musikalisch, instrumentalen Voraussetzungen, um leichte und virtuose Kompositionen klang- und eindrucksvoll umzusetzen. Jeder der interessiert ist, Klavier spielen zu lernen, sollte das im Unterricht bei einem ausgebildeten und erfahrenen Musiklehrer tun und mit Ausdauer, Geduld, Intensivität und Ernsthaftigkeit regelmäßig Üben und Musizieren.Seit mehr als 200 Jahren ist das Klavier aus den Konzert- und Musikhallen nicht mehr wegzudenken. Klassik, Pop, Jazz, alle Stilrichtungen können auf dem Klavier, mit der der Musikrichtung eigenen Charakteristika gespielt werden.
Aufbau eines Klaviers und deren Klangerzeugung
Die Tastatur, auch Klaviatur genannt, eines Klaviers hat 88 Tasten – 52 weiße (Vordertasten), 36 schwarze (Hinter-) Tasten, die aus Elfenbein oder aus Kunststoff hergestellt werden. Darüber hinaus besteht ein Klavier aus einem Korpus (aus Holz) mit dem darauf geleimten Holz-Resonanzboden, dem hölzernen Stimmstock, auf den der gusseiserne Rahmen mit den eingeschraubten Metallwirbeln und den dort befestigten (gewickelten) Saitenende, befestigt ist. Die Saiten sind aus Metall (Gussstahldraht). Die Mechanik wird durch ein „Hammerwerk“, wo Tasten, Hämmer, Federn, Stößel, Dämpfer und Zungen arbeiten, wenn der Tastendruck auf der Klaviatur ausgelöst wird und die Töne erklingen lässt. Zwei oder auch drei Pedale dienen dazu den Klang der Musik zu dämpfen (Pianopedal – leise) oder die Dämpfung aufzuheben (Fortepedal – kräftig). Mit dem mittleren Pedal (Tonhaltepedal) ist es möglich, den Klang zu halten.
Jedes Klavier ist gegenüber Feuchtigkeit, Kälte, Hitze sehr empfindlich, daher sollte ein Klavier weder an der Heizung noch an einer kalten, feuchten Außenwand oder gar in feuchten Räumen stehen. Bei Feuchtigkeit reagieren die Saiten mit Rost, ist es warm, trocknet das Holz aus, es kommt zu Disharmonien, so dass der Klang verfälscht ist. Jedes Klavier hat die Abmessungen von 1, 35 Meter x 1,10 Meter (B, H) und kann relativ gut in jeder Wohnung untergebracht bzw. aufgestellt werden.
Die Klavierbaufirmen wie z. B. Steingräber & Söhne, Bechstein, Förster, Steinway & Söhne, Pfeiffer oder Schimmel sind wohl die bekanntesten Hersteller hochwertiger Klaviere und Flügel.
Tonerzeugung
Mit dem Betätigen der Tasten werden die Hämmer so bewegt, dass sie an die Saiten schlagen und wieder zurück in ihre ursprüngliche Position gehen, wenn die Tasten auf der Klaviatur losgelassen werden. Die Verstärkung des Klanges erfolgt durch den hölzernen Resonanzkörper. Jede Taste erzeugt somit einen Ton, dessen voluminöser und kräftiger Klang von drei Saiten erzeugt wird. Mit den Pedalen werden die Töne gedämpft, verstärkt und/oder gehalten. Um stets einen guten Klang der Saiten zu haben, ist es erforderlich das Klavier bzw. die Saiten regelmäßig stimmen (ein bis zweimal pro Jahr).
Ausführungen
Beim Klavier gibt es zwei Ausführungen, das Klavier und den Flügel. Beim Flügel, der frei im Raum steht, liegt der gusseiserne Rahmen mit den Saiten und Resonanzboden parallel zum Boden. Beim Klavier hingegen, sind Besaitung, Hammertechnik und der Resonanzboden senkrecht angeordnet. Es gibt auch Instrumente, die als Kombination zwischen Flügel und Klavier mehrchörig sind.
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