Das Instrument Flöte – das „kleine“ Blasinstrument für Anfänger und Profis

Prähistorische Funde bezeugen, dass schon zu dieser Zeit auf Flöten, die aus Knochen hergestellt wurde, gespielt wurde. In der schwäbischen Alb fand man beispielsweise eine etwa 35.000 Jahre alte Flöte, die aus Knochen hergestellt wurde. Die bis dato älteste Holzflöte Europas, die aus dem Jahre 1040 vor Christus stammt, fand man 1986 in der Seeufersiedlung Hagnau-Burg am Bodensee.

Flöten haben sich als „Anfängerinstrument“ bei Kindern und Erwachsenen gut bewährt

Wer noch nie mit einem Musikinstrument musiziert hat, für den ist die Flöte, insbesondere die Blockflöte, die Sopranblockflöte, ideal, um zum einen Noten lesen zu lernen und zum anderen das Gefühl für ein Musikinstrument und das Musizieren zu bekommen. Daher gibt es in den Schulen verschiedener Bundesländer die Aktion „Jedem Kind ein Instrument“, wo die Kinder in der Schule ein Instrument ihrer Wahl erlernen. Oft nutzen die Schulen die kleine Sopranflöte, um den Kindern Flötenspielen beizubringen, da es den Kindern mit diesem Instrument recht schnell gelingt, mit ihren kleinen Fingern zu greifen und einen Ton zum Klingen zu bringen. Durch den klangbaren Erfolg sind Kinder dadurch für das Musizieren leicht zu motivieren und können bald kleine Stücke spielen. Im Durchschnitte beherrscht man das Spielen auf einer Flöte in etwa innerhalb von zwei Jahren.
Die Flöte ist leicht, robust, handlich, pflegeleicht und gut zu transportieren, schnell ist sie in der Tasche verschwunden.
Gegenüber anderen Instrumenten, wie z.B. Klavier, Geige, Posaune oder Tuba, ist eine einfache Flöte, die aus Holz hergestellt wurde, relativ preiswert.

Das Instrument Flöte für die Profis

Nachdem die Berufsmusiker das Flötenspielen professionell an der Musikhochschule gelernt haben und alle Zungen-, Atem- und Fingertechniken perfekt beherrschen, können sie viele historische, epochale oder moderne Stücke spielen, sei es auf einer Längs-, Pan-, Quer-, einer Block- oder auf einer Gefäßflöte, die jeweils spezielle Griff- und Spielweisen erfordern, um die musikalische Klangfarben der Flötenmusik als Soloinstrument, in der Instrumentalgruppe oder im Orchester wiederzugeben.

Aufbau einer Flöte (Blockflöte)

Die Flöte, ganz besonders die Blockflöte, besteht aus drei Teilen: Kopfstück, Mittel- und Fußstück. Es gibt auch zweigeteilte Flöten, wie z. B. die Altblockflöte und die Sopranflöte, das heißt hier sin Fuß- und Mittelstück als ein ganzes Teil gefertigt. Einteilig ist die kleinste Blockflöte, die Garkleinblockflöte. Die einzelnen Teile der Flöte werden mit leichten Drehbewegungen zusammengesteckt, die dann eine Röhre ergeben, auf der Bohrungen (Öffnungen) versehen sind und deren Ende (Fußstück) offen ist. Am oberen Ende bildet der Blockflötenkopf mit Block, Kenspalte und Schneidenkante den Abschluss der Flöte. Bei größeren Flöten, wie z. B. Bass- und Tenorflöten ist das Kopfstück angewinkelt, um das Instrument näher am Körper zu haben und besser spielen zu können. Das Mundstück wird als Schnabel bezeichnet.
In der Regel sind auf der Blockflöte acht zylindrische Bohrungen – Grifflöcher – angebracht (sieben auf der Vorder- und auf der Rückseite das Überblasloch) des Instrumentes angebracht.

Tonerzeugung

Bei dem Instrument Flöte erzeugt Spieler die Töne durch den Atem und die Luftströmet. Der Luftstrom, der durch die Kernspalte dann auf ein scharfe Kante (Labiumkante) gelangt und dort periodisch wechselnde Luftwirbel entstehen, die nach außen und innen strömen. Die Länge der Flöte entscheidet über die Tonhöhe, das heißt ist die Flöte länger, entstehen tiefe Töne, ist sie kürzer, werden hohe Töne erzeugt. Schließt man alle Grifflöcher, erzeugt man einen sehr tiefen Ton. Öffnet man von unten nach oben die Grifflöcher, entsteht eine Tonfolge mit aufsteigenden Tönen. Bei der Panflöte sind unterschiedlich lange Rohre nebeneinander angeordnet mit den man die jeweiligen Töne erzeugt, ohne dass Grifflöcher vorhanden sind. Hier erzeugt jedes Rohr einen bestimmten Ton bzw. eine Tonhöhe.
Durch die unterschiedlichen Flötenspielweisen unterscheidet man Schnabel- (z. B. Blockflöte) und Anblaslochflöten (Quer- und Piccoloflöten).

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